{"id":108,"date":"2012-02-23T00:16:37","date_gmt":"2012-02-22T22:16:37","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/?p=108"},"modified":"2014-07-26T20:25:54","modified_gmt":"2014-07-26T18:25:54","slug":"8-zeit-sparende-techniken-fur-alle-musiker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/8-zeit-sparende-techniken-fur-alle-musiker\/","title":{"rendered":"8 Zeit sparende Techniken f\u00fcr alle Musiker"},"content":{"rendered":"<p><strong>1.\u00a0<a title=\"Wie man besser vom Blatt spielt\" href=\"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wie-man-besser-vom-blatt-spielt\/\">Gut vom Blatt spielen<\/a>:<\/strong>\u00a0Seit ich im Orchester drei Jahre neben einem Kollegen gesessen habe, der alles, was im Orchester auf dem Programm stand auf sehr gen\u00fcgendem Niveau vom Blatt spielen konnte, arbeite ich jeden Tag an meinen eigenen Prima-Vista-F\u00e4higkeiten. T\u00e4glich lese ich ein paar Seiten aus mir unbekannten kammermusikalischen oder sinfonischen Werken, welche ich aus dem Internet beziehe (imslp.org). Mittlerweile lese ich bereits deutlich besser vom Blatt. Vermutlich werde ich noch einige Jahre t\u00e4glicher \u00dcbung ben\u00f6tigen um das Top-Niveau meines Kollegen zu erreichen. Aber bereits jetzt spare ich sehr viel Zeit beim Erlernen eines neuen St\u00fcckes resp. kann mehr Repertoire auf einmal bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p><strong>2.\u00a0<a title=\"Arbeite jeden Tag an deiner Technik\" href=\"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/arbeite-jeden-tag-an-deiner-technik\/\">Tonleitern und Arpeggios \u00fcben<\/a>:<\/strong>\u00a0Da ein grosser Teil der Musik auf Tonleitern und Arpeggios basiert, spart es viel Zeit, alle m\u00f6glichen Tonleitern in allen Tonarten zu beherrschen. Die einfachen Tonleitern \u00fcber vier Oktaven, Oktavtonleitern und chromatische Tonleitern sind der Anfang. Etwas schwieriger aber genauso n\u00fctzlich sind Terzen und Sexten. Ich denke, dass 15 min konzentriertes Tonleitern-\u00dcben sehr sinnvoll ist. Zur Zeit arbeite ich vor allem an meinen Terzen in h\u00f6heren Lagen, da ich dort die gr\u00f6ssten Schw\u00e4chen habe.<\/p>\n<p><strong>3. Aufnahmen h\u00f6ren \/ Videos ansehen:<\/strong>\u00a0Um die Blattspielpraxis nicht zu untergraben sollte man bei einem neuen St\u00fcck Aufnahmen und Videos erst h\u00f6ren \/ ansehen, wenn man das St\u00fcck einmal am Instrument vom Blatt durchgespielt hat. Dann aber lohnt es sich in jedem Fall, da man dadurch eine Klang-Vorstellung kriegt, die einem beim \u00dcben den Weg leitet. Man spart enorm viel Zeit und erreicht bessere Resultate.<\/p>\n<p><strong>4. Nur an den Stellen arbeiten, die man noch nicht kann:<\/strong>\u00a0Die Verlockung ist gross, die leichteren oder bereits gelernten Stellen immer wieder durchzuspielen. Das ist aber nicht effizient. Wenn man wenig Zeit zur Verf\u00fcgung hat, sollte man immer zuerst die schwierigen Stellen \u00fcben. Generell sollte man beim \u00dcben mehr an seinen Schw\u00e4chen als an seinen St\u00e4rken arbeiten.<\/p>\n<p><strong>5. Gute Fingers\u00e4tze ben\u00fctzen:<\/strong>\u00a0Klar soll ein Fingersatz immer gut klingen. Aber wenn man eine Stelle aufgrund eines schwierigen Fingersatzes nicht zuverl\u00e4ssig und sauber spielen kann, dann klingt sie sowieso schlecht. Oft zahlt es sich also aus, einen einfacher zu spielenden Fingersatz zu verwenden, weil man daf\u00fcr weniger \u00fcben muss und das Resultat besser ist. Konkret muss man beispielsweise immer pr\u00fcfen, ob eine Stelle nicht leichter in der vierten statt der ersten Lage zu spielen ist oder ob die Daumenlage eine Stelle vereinfacht. Insbesondere die vierte Lage ist sehr n\u00fctzlich. F\u00fcr mich ist es z. B. gerade im Orchester viel sicherer, bei einem Einsatz ein Fis auf der G-Saite mit dem vierten Finger in der vierten Lage zu greifen, anstatt es mit dem 3. Finger in der ersten Lage auf der D-Saite zu versuchen. Auch Flageolete sollte man ausn\u00fctzen, ausser sie stechen in einer Kantilene arg heraus.<\/p>\n<p>Bei Spr\u00fcngen ist es h\u00e4ufig leichter, \u00fcber die Saiten zu spielen, anstatt einen grossen Lagenwechsel zu machen. Schnelle Stellen sind auch in hohen Lagen immer leichter \u00fcber die Saiten (in einer Hand) zu spielen anstatt mit vielen Lagenwechseln.<\/p>\n<p><strong>6. Gute Bogenstriche verwenden:<\/strong>\u00a0Gerade bei Komponisten, die von Haus aus Pianisten waren, muss man nicht jede Phrasierung als Bogenstrich ernst nehmen. Manchmal ist es leichter, wenn man mehr teilt und erh\u00e4lt dadurch auch mehr Klang. Die vom Komponisten gew\u00fcnschte Phrasierung kann man trotzdem realisieren.<\/p>\n<p><strong>7. Langsam \u00fcben:<\/strong>\u00a0Es wirkt verkehrt, aber wenn man schnelle Fortschritte machen will, dann muss man langsam \u00fcben. Es hat keinen Sinn, schnell, aber fehlerhaft zu spielen, da so nur die Synapsen im Gehirn falsch verl\u00f6tet werden. Langsam und korrekt bringen einen sicher und schnell ans Ziel.\u00a0Mehr Tipps zum effizienten \u00dcben hier.<\/p>\n<p><strong>8. Bleistift immer bereit halten:<\/strong>\u00a0Wer beschlossene dynamische Anweisungen, Tempo- und Agogik-Hinweise, sowie Fingers\u00e4tze und Striche sofort in die Noten einschreibt, spart viel Zeit nach dem Sprichwort: Der schw\u00e4chste Bleistift ist st\u00e4rker als das beste Ged\u00e4chtnis. Fingers\u00e4tze sollte man allerdings nur bei eigenen Projekten einschreiben. Dies, weil im Orchester immer zwei Musiker eine Stimme ben\u00fctzen und nicht alle den gleichen Fingersatz ben\u00fctzen. Es kann sehr st\u00f6ren, wenn in einer schwierigen Stelle ein anderer Fingersatz steht als der, den man ben\u00fctzt.\u00a0<strong>Bonus-Tipp: Einen weichen Bleistift verwenden\u00a0<\/strong>(z. B. 4B). Einzeichnungen sind schneller und genauer gemacht, da man weniger dr\u00fccken muss und sind auch besser lesbar, da fetter und schw\u00e4rzer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.\u00a0Gut vom Blatt spielen:\u00a0Seit ich im Orchester drei Jahre neben einem Kollegen gesessen habe, der alles, was im Orchester auf dem Programm stand auf sehr gen\u00fcgendem Niveau vom Blatt spielen konnte, arbeite ich jeden Tag an meinen eigenen Prima-Vista-F\u00e4higkeiten. 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