{"id":160,"date":"2012-05-06T17:58:32","date_gmt":"2012-05-06T15:58:32","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/?p=160"},"modified":"2015-11-01T19:23:38","modified_gmt":"2015-11-01T17:23:38","slug":"9-tipps-fur-mehr-celloklang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/9-tipps-fur-mehr-celloklang\/","title":{"rendered":"9 Tipps f\u00fcr mehr Celloklang"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_311\" aria-describedby=\"caption-attachment-311\" style=\"width: 639px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/cellostege.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-311\" src=\"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/cellostege.jpeg\" alt=\"Stege: Deutscher, belgischer und ein Mittelding\" width=\"639\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/cellostege.jpeg 639w, https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/cellostege-416x176.jpeg 416w, https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/cellostege-300x127.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-311\" class=\"wp-caption-text\">Stege: Deutscher, belgischer und ein Mittelding<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>9 Tipps f\u00fcr mehr Celloklang<\/strong><\/p>\n<p>Ein guter Kollege hat mir mal gesagt: &#8220;Ein Cello ist wie ein Mensch. Auch mit viel Schminke und kosmetischen Operationen wird man einen Menschen immer erkennen k\u00f6nnen. Genauso ist mit der Stimme eines Cellos.&#8221; Er hat nat\u00fcrlich Recht. Trotzdem hat man M\u00f6glichkeiten, den Klang eines Cellos zu ver\u00e4ndern. Viele kleine Verbesserungen k\u00f6nnen durchaus eine Wirkung entfalten, wenngleich das Cello seine Stimme nie g\u00e4nzlich ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p><strong>Ein Cello wird nie eine Trompete sein<\/strong><\/p>\n<p>Vermutlich haben die meisten von uns das Cello als Instrument gew\u00e4hlt, weil uns der Klang so unglaublich gut gefallen hat. In der Tat ist das Cello eher f\u00fcr seinen wunderbaren Klang ber\u00fchmt als f\u00fcr seine schiere Dezibel-Kraftmeierei. Auch wenn man hier und da etwas einstellen und optimieren kann, bleibt das Cello im Orchester auch nach all diesen Tipps das zweitleiseste Instrument. Nur der Kontrabass ist noch leiser. Ich w\u00fcrde\u00a0bei der Auswahl eines Instruments sowie bei dessen Reglierung ein m\u00f6glichst ausgewogenes Klangbild suchen, welches in jedem Register sowohl starke B\u00e4sse hat als auch gute Obert\u00f6ne hat. Soweit meine Erfahrungen.<\/p>\n<p><strong>Bogentechnik<\/strong><\/p>\n<p>Die g\u00fcnstigste, einfachste und wirkungsvollste Massnahme. Du musst herausfinden, was dein Cello mag: manche Instrumente haben es gern, wenn man mit viel Bogen spielt. Andere wollen nah am Steg gespielt werden. Wieder andere brauchen viel Bogendruck. Wieder andere brauchen alles zusammen. Auch muss man beim Spielen verst\u00e4rkt auf die Klangfarbe achten. Muss man sich gegen viel L\u00e4rm durchsetzen, so kann man einen etwas sch\u00e4rferen, obertonreicheren Klang erzeugen (nahe am Steg). In den tiefen Lagen muss man manchmal fast ein bisschen kratzen, damit man geh\u00f6rt wird.<\/p>\n<p><strong>Saiten<\/strong><\/p>\n<p>Saiten machen einen Unterschied im Klang und in der Spielbarkeit. Es h\u00e4ngt vor allem vom eigenen Geschmack ab, welche Saiten man ausw\u00e4hlt. Obschon ich \u00fcber Jahre hinweg \u00f6fters verschiedene Marken ausprobiert habe, bin ich letztendlich immer wieder bei Spirocore Wolfram mittelstark f\u00fcr C- und G-Saiten gelandet, sowie Larsen Medium Soloist f\u00fcr die D-und A-Saite. Starke Saiten sind lauter, aber schwieriger in der Ansprache. Weiche Saiten sind leiser, daf\u00fcr einfacher in der Ansprache und oft klanglich etwas komplexer. Mittelstarke Saiten sind der Kompromiss in der Mitte. Auch wichtig: Saiten verlieren mit der Zeit in einem sehr unauff\u00e4lligen Prozess nach und nach an Klang. Vor einem wichtigen Konzert lohnt es sich daher,\u00a0ca. eine Woche\u00a0im Voraus neue Saiten zu montieren.<\/p>\n<p><strong>Steg<\/strong><\/p>\n<p>Der Steg hat einen sehr grossen Einfluss auf die\u00a0Klangfarbe. Grunds\u00e4tzlich gibt es zwei Bauformen sowie eine Mischung der beiden. Der belgische Steg ist hoch ausgeschnitten und hat insgesamt weniger Holz. Sein Klang ist in der Regel hell und obertonreich. Dann gibt es den deutschen Steg. Dieser ist weniger hoch ausgeschnitten und hat dadurch mehr Holz und Masse. Sein Klang ist viel w\u00e4rmer und hat mehr B\u00e4sse und &#8220;Fleisch&#8221;. Schliesslich gibt es noch Mischformen der beiden Stege, welche sich klanglich in der Mitte der beiden Extreme befinden. Hat ein Cello eine sehr dunkle Klangfarbe, so ist h\u00e4ufig ein belgischer Steg ideal. Auf Instrumenten mit hellem Klang ist ein belgischer Steg hingegen &#8220;Overkill&#8221; und macht einen schrillen Ton, weswegen sich dann eher ein deutsches Modell empfiehlt.<\/p>\n<p><strong>Stimmstock<\/strong><\/p>\n<p>Die Position des Stimmstocks hat einen sehr grossen Einfluss auf den Klangcharakter und die Ansprache des Instruments. Zusammen mit dem Geigenbauer kann man da ein bisschen experimentieren. So wie ich es erlebt habe, gibt es h\u00e4ufig aber nur nur eine einzige\u00a0optimale Position f\u00fcr den Stimmstock, welche klanglich befriedigend und gleichzeitig ansprachetechnisch brauchbar ist.<\/p>\n<p><strong>Bogen<\/strong><\/p>\n<p>Der Bogen ist nicht zu vernachl\u00e4ssigen. Wenn der Bogen zum Spieler und zum Instrument passt, dann hat man bessere Chancen, einen sch\u00f6nen und grossen Ton zu erzeugen.<\/p>\n<p><strong>Saitenhalter<\/strong><\/p>\n<p>Nun kommen die &#8220;esoterischen&#8221; Klangverbesserungen. Esoterisch, weil man daran glauben muss, um den Unterschied zu h\u00f6ren. Am ehesten noch finde ich, dass ein guter Saitenhalter klanglich und ansprachetechnisch eine Verbesserung bringen kann. Mir gef\u00e4llt der Wittner Akustikus am besten. Ich w\u00fcrde aber hier keine Verm\u00f6gen investieren. Entweder sind\u00a0das Cello und der Cellist gut oder sonst macht ein Saitenhalter den Braten auch nicht feist.<\/p>\n<p><strong>Einh\u00e4ngesaite<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe Erfahrungen mit Stahl-, Kevlar- und Plastik-Einh\u00e4ngesaiten. Klanglich geben sich diese Einh\u00e4ngesaiten nicht viel. Die Stahl gef\u00e4llt mir am besten, weil sie sehr zuverl\u00e4ssig\u00a0ist. Plastik hat den Vorteil der einfachen Einstellung der Saitenl\u00e4nge, ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass sie viel bringt. Kevlar war bei mir nicht gut und zwar nicht wegen dem Klang, sondern weil sie mit einem Knoten befestigt wurde, der sich \u00f6ffnete. Seit dem habe ich dem Kevlar abgeschworen.<\/p>\n<p><strong>Stachel<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe schon einiges an Stacheln ausprobiert und fand immer, dass es klanglich \u00fcberhaupt keinen Unterschied macht. Es ist wohl eher eine Frage der pers\u00f6nlichen Vorliebe. Faktoren die zu beachten sind w\u00e4ren das Gewicht (beim Tragen des Cellos) und vor allem die Stabilit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit. Ein zu biegsamer Stachel ist nicht jedermanns Sache<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>9 Tipps f\u00fcr mehr Celloklang Ein guter Kollege hat mir mal gesagt: &#8220;Ein Cello ist wie ein Mensch. Auch mit viel Schminke und kosmetischen Operationen wird man einen Menschen immer erkennen k\u00f6nnen. Genauso ist mit der Stimme eines Cellos.&#8221; Er hat nat\u00fcrlich Recht. Trotzdem hat man M\u00f6glichkeiten, den Klang eines Cellos zu ver\u00e4ndern. 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