{"id":1967,"date":"2015-05-07T22:16:46","date_gmt":"2015-05-07T20:16:46","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/?p=1967"},"modified":"2015-05-07T23:38:37","modified_gmt":"2015-05-07T21:38:37","slug":"dos-and-donts-im-orchester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/dos-and-donts-im-orchester\/","title":{"rendered":"Do&#8217;s and Dont&#8217;s im Orchester"},"content":{"rendered":"<p>Als ich noch Berufsanf\u00e4nger im Orchester war, machte ich naturgem\u00e4ss ein paar unsinnige Sachen. Mit der Zeit lernte ich, was man tun soll, und was man besser sein l\u00e4sst. Nat\u00fcrlich gibt es hin und wieder Situationen, in denen Ausnahmen von den unten aufgef\u00fchrten Tipps angebracht sind. Auch ist die Liste nicht vollst\u00e4ndig. Aber grunds\u00e4tzlich f\u00e4hrt man in meiner eigenen Erfahrung nicht schlecht, wenn man sich an Folgendes h\u00e4lt.<\/p>\n<h4>Do&#8217;s:<\/h4>\n<p><strong>1. Richtig einsetzen, wenn andere in der Gruppe falsch eingesetzt haben.<\/strong><br \/>\nVielleicht ist man der einzige, der richtig gez\u00e4hlt hat und kann so ein Chaos schneller entsch\u00e4rfen. Keine falsche Bescheidenheit in diesem Falle.<\/p>\n<p><strong>2. Kollegen diplomatisch auf Lesefehler hinweisen.<\/strong><br \/>\nEs w\u00e4re auch falsche Bescheidenheit, wenn man einen Kollegen, der in einer Stelle zum wiederholten Mal einen Ton falsch liest, nicht darauf hinweist. Man muss aber sehr diplomatisch und nett sein, sonst geht der Schuss nach hinten los.<\/p>\n<p><strong>3. Fingers\u00e4tze nur bei wirklich komplizierten Stellen mit Erlaubnis des Pultnachbarn einschreiben.<\/strong><br \/>\nNormalerweise schreibt man im Orchester keine Fingers\u00e4tze ein, weil jeder einen anderen hat und immer zwei Musiker aus einer Stimme lesen. Bei richtig komplexen Stellen kann man aber eine Ausnahme machen. Solche Stellen sind indes sehr selten. Dann jedoch spart es wirklich sehr viel Zeit, einen Fingersatz reinzuschreiben (mit der Erlaubnis des Kollegen!), weil man dann nicht so viel \u00fcben muss und vor allem, weil man dann die Stelle auch wirklich zuverl\u00e4ssig spielen kann. In der Regel schreibt der Cellist der bl\u00e4ttert die Fingers\u00e4tze unterhalb der Notenlinie, der andere oberhalb. Bitte klein einschreiben und keine Telefonnummern (will heissen: nicht \u00fcber jedem Ton einen Fingersatz sondern nur dort, wo es wirklich n\u00f6tig ist, also etwa bei Lagenwechseln).<\/p>\n<h4>Dont&#8217;s:<\/h4>\n<p><strong>1. Nicht lauter spielen, wenn der\u00a0Pultkollege bl\u00e4ttert oder schreibt<\/strong><br \/>\nIch dachte am Anfang, dass man den Klangausfall kompensieren muss. Meistens ver\u00e4ndert sich dadurch aber die Klangfarbe der Gruppe zu\u00a0drastisch und das ist nicht erw\u00fcnscht. Einfach normal weiterspielen.<\/p>\n<p><strong>2. Keine Entscheidungen \u00fcber Bogenstriche treffen, wenn man\u00a0nicht der Stimmf\u00fchrer ist<\/strong><br \/>\nDa ich am ersten Pult sitze, habe ich ab und zu in schlecht eingerichtetem Material offensichtlich fehlende Striche w\u00e4hrend der Probe eingetragen. Man sollte aber immer zuerst mit dem Stimmf\u00fchrer R\u00fccksprache nehmen, sonst \u00e4rgert man ihn unn\u00f6tig.<\/p>\n<p><strong>3. Nicht lauter spielen als der Stimmf\u00fchrer<\/strong><br \/>\nVor allem in Kantilenen, sollte man ihn klanglich f\u00fchren lassen. Am besten spielt man gleich laut wie er. In einer richtig lauten Stelle, wo man sowieso nichts von den Celli h\u00f6rt, kann man durchaus alles geben (oder sich schonen, wenn man m\u00fcde ist, spielt dann sowieso keine Rolle).<\/p>\n<p><strong>4. Nicht weiterspielen, wenn der Dirigent abwinkt<\/strong><br \/>\nEs kann sehr peinlich sein! Im Orchesterl\u00e4rm, spielt man manchmal mit kratzigem Klang oder \u00fcbertriebenem Vibrato und vielleicht auch nicht ganz sauber, weil man sich selber nicht h\u00f6rt. Wenn man dann der letzte ist, der aufh\u00f6rt zu spielen, kann es\u00a0unfreiwillig komisch\u00a0klingen.<\/p>\n<p><strong>5. Nicht mit\u00a0dem Fuss den Takt klopfen<\/strong><br \/>\nViele Kollegen f\u00fchlen sich davon gest\u00f6rt. Man muss Wege finden, den Takt ohne &#8220;Fussarbeit&#8221; zu sp\u00fcren. Wenn ich im Orchester den Takt unbedingt klopfen will, dann mache ich es nur ganz leicht mit den Zehenspitzen.\u00a0Das sieht niemand und st\u00f6rt daher auch nicht.<\/p>\n<p><strong>6.\u00a0Nicht den Notenst\u00e4nder zu sich ziehen<\/strong><br \/>\nWenn man die Noten schlecht sieht, dann braucht man eine Brille. Man darf dem Nachbarn nicht den Notenst\u00e4nder wegziehen. Er geh\u00f6rt genau in die Mitte zwischen die\u00a0beiden Musiker.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich noch Berufsanf\u00e4nger im Orchester war, machte ich naturgem\u00e4ss ein paar unsinnige Sachen. Mit der Zeit lernte ich, was man tun soll, und was man besser sein l\u00e4sst. Nat\u00fcrlich gibt es hin und wieder Situationen, in denen Ausnahmen von den unten aufgef\u00fchrten Tipps angebracht sind. Auch ist die Liste nicht vollst\u00e4ndig. 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