{"id":2504,"date":"2016-05-31T13:45:37","date_gmt":"2016-05-31T11:45:37","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/?p=2504"},"modified":"2016-05-31T16:08:50","modified_gmt":"2016-05-31T14:08:50","slug":"zeitmanagement-tipps-fur-musiker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/zeitmanagement-tipps-fur-musiker\/","title":{"rendered":"Zeitmanagement-Tipps f\u00fcr Musiker"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Agenda f\u00fchren<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt ab und zu Leute, die keine Agenda f\u00fchren und alle Termine im Kopf haben. Ich finde das immer erstaunlich um nicht zu sagen an der Grenze zur Unverantwortlichkeit. Wenngleich\u00a0eine beeindruckende Ged\u00e4chtnisleistung\u00a0ist es doch\u00a0sehr gef\u00e4hrlich und nicht nachahmenswert, weil es\u00a0verheerende Folgen haben kann, wenn man einen wichtigen Termin vergisst. Und das Sprichwort &#8220;der schw\u00e4chste Bleistift ist st\u00e4rker als das beste Ged\u00e4chtnis&#8221; darf man in seiner Wahrheit nicht untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><strong>Kein Double-Booking<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man eine Agenda f\u00fchrt ist die Gefahr des Double-Bookings viel kleiner. Double-Booking oder zu deutsch &#8220;Doppel-Buchen&#8221; ist, wenn man in zwei Konzerten oder Proben gleichzeitig\u00a0spielen sollte, also an zwei Orten gleichzeitig sein sollte, was nat\u00fcrlich nicht geht. Ein unverzeihliches Vergehen!<\/p>\n<p><strong>Nein sagen<\/strong><\/p>\n<p>Daraus resultiert, dass man Anfragen ablehnen muss, wenn man bereits anderweitig verplant ist. Auch muss man hin und wieder Anfragen negativ beantworten, weil man nicht jede freie Minute in einer Probe oder einem Konzert sitzen kann. Ab und zu muss man sich auch erholen, oder \u00fcben oder schlicht sein\u00a0Privatleben f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Einmal angenommene Engagements nicht mehr absagen<\/strong><\/p>\n<p>Nur wenige Gr\u00fcnde rechtfertigen die Absage eines einmal angenommenen Engagements. Dazu geh\u00f6rt ein Todesfall oder Krankheit. Was nicht gut ankommt ist, wenn man ein Engagement absagen will, weil man in der Zwischenzeit ein &#8220;besseres&#8221; angeboten gekriegt hat. Es kommt deswegen schlecht an, weil sich dann jemand als zweite Wahl f\u00fchlt, was nicht schmeichelhaft ist. Wenn man das oft tut, wird man mit der Zeit nicht\u00a0mehr angefragt werden. (Ich machte das nur einmal und beschloss: nie wieder. Man muss vorher entscheiden, ob man ein Engagement annehmen will oder nicht.)<\/p>\n<p><strong>Fr\u00fchzeitig beginnen<\/strong><\/p>\n<p>Es zahlt sich immer aus, fr\u00fchzeitig mit der Arbeit an Projekten zu beginnen. In einem ersten Schritt sch\u00e4tze ich immer ab, wieviel \u00dcbezeit ich f\u00fcr einen St\u00fcck ungef\u00e4hr\u00a0brauche und dann versuche ich, dementsprechend rechtzeitig zu beginnen. Wenn man zu sp\u00e4t beginnt entsteht sehr viel unn\u00f6tiger Stress und die Qualit\u00e4t des\u00a0Konzerts kann schlechter sein als \u00fcblich.<\/p>\n<p><strong>T\u00e4glich weiterkommen<\/strong><\/p>\n<p>Die\u00a0beste Art\u00a0sich als Musiker durchs Berufsleben zu schlagen besteht darin, am Instrument immer in Form zu bleiben. Man sollte jeden Tag Zeit finden nicht nur die St\u00fccke, die im Orchester anstehen zu \u00fcben und zu lernen sondern auch individuell besser zu werden. Tonleitern, Et\u00fcden, Kammermusik, Solowerke und dazu selbstverst\u00e4ndlich das Orchestermaterial eignen sich bestens um sich stets zu fordern und Fortschritte zu erzielen. So bleibt man immer vorne dabei.<\/p>\n<p><strong>Ausgeruht sein<\/strong><\/p>\n<p>Genug Schlaf w\u00e4hrend der Nacht ist f\u00fcr mich extrem wichtig und ich mache wenn es irgendwie geht auch einen Mittagsschlaf, weil man als Musiker auch abends sehr konzentriert arbeiten k\u00f6nnen muss.M\u00fcdigkeit sowie Unlust k\u00f6nnen da ein Problem sein. Auch f\u00e4llt man ausgeruht bessere Entscheidungen in allen Bereichen&#8230; sei es musikalisch, zeitplanerisch oder wo auch immer.<\/p>\n<p><strong>Fokus<\/strong><\/p>\n<p>Menschen, die sich hinsetzen und fokussiert arbeiten kommen viel weiter als solche, die sich st\u00e4ndig ablenken lassen. Beim Cello \u00fcben ist das sehr manifest. Eine Pause nach 40 Minuten ist sicher richtig, aber wenn man st\u00e4ndig nach 10 Minuten wieder f\u00fcr eine halbe Stunde andere Sachen erledigt oder an den PC sitzt um schnell mal im Web ein bisschen rumzusurfen, so hat man am Ende des Tages das Cello zwar stets ausgepackt gehabt, wahrscheinlich aber kaum ge\u00fcbt.<\/p>\n<p><strong>Wegzeit\/Reisezeit nicht untersch\u00e4tzen<\/strong><\/p>\n<p>Gewisse Engagements machen einfach keinen Sinn, weil sie zu weit weg von zu Hause stattfinden oder der Reiseaufwand unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig hoch ist. Orchestertourneen sind ein gutes Beispiel daf\u00fcr. Ich mache nur welche mit dem eigenen Orchester, weil ich da keine Wahl habe und muss. Aber zweieinhalb Wochen lang weg von zu Hause sein, st\u00e4ndig extrem lange Fl\u00fcge aushalten, davor im Flughafen rumsitzen, danach im Bus und dann st\u00e4ndig alle zwei bis drei Tage die Stadt wechseln&#8230; wenn Zeit kostbar ist, w\u00fcrde\u00a0ich solche Engagements meiden, sofern ich die Wahl habe.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr &#8220;normale&#8221; Proben und Konzerte in der N\u00e4he muss man immer genug Wegzeit und ein bisschen Zeitreserve einplanen f\u00fcr Unw\u00e4gbarkeiten wie Stau, Zugausfall oder Versp\u00e4tungen ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong>In der N\u00e4he des Arbeitsortes leben<\/strong><\/p>\n<p>Hat man eine feste Stelle, dann zahlt es sich aus, wenn m\u00f6glich\u00a0in der N\u00e4he zu wohnen. Die Zeit, die durch Pendeln verlorengeht ist nicht zu untersch\u00e4tzen. Klar kann man w\u00e4hrend\u00a0einer einst\u00fcndigen Zugfahrt lesen, Musik h\u00f6ren, essen und ein paar andere Sachen machen. Aber zu Hause geht das alles auch und dazu noch viel besser. Vor allem kann man zu Hause \u00fcben. Eine Zeit lang arbeitete ich in Luzern, wohnte aber noch in Basel. Immer wenn ich in Luzern einfuhr dachte ich mir: jetzt fahren die Kollegen zu Hause los und ich bin bereits eineinhalb Stunden unterwegs &#8211; eine schwer ertr\u00e4gliche Vorstellung. Wir sind dann bald nach Luzern umgezogen, was die Lebensqualit\u00e4t enorm verbessert hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Agenda f\u00fchren Es gibt ab und zu Leute, die keine Agenda f\u00fchren und alle Termine im Kopf haben. Ich finde das immer erstaunlich um nicht zu sagen an der Grenze zur Unverantwortlichkeit. Wenngleich\u00a0eine beeindruckende Ged\u00e4chtnisleistung\u00a0ist es doch\u00a0sehr gef\u00e4hrlich und nicht nachahmenswert, weil es\u00a0verheerende Folgen haben kann, wenn man einen wichtigen Termin vergisst. 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