{"id":3326,"date":"2019-04-25T17:33:05","date_gmt":"2019-04-25T15:33:05","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/?p=3326"},"modified":"2019-04-25T17:35:38","modified_gmt":"2019-04-25T15:35:38","slug":"klangvergleich-mit-verschiedenen-celli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/klangvergleich-mit-verschiedenen-celli\/","title":{"rendered":"Klangvergleich mit verschiedenen Celli?"},"content":{"rendered":"<p>Ab und zu stellen mir Leser eine Frage von allgemeinem Interesse. Ich publiziere sie dann mit meiner Antwort anonymisiert unter der Rubrik Q &amp; A (Question\u00a0and Answer). Z\u00f6gern Sie nicht:\u00a0Auch Sie k\u00f6nnen mir Ihre Frage stellen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin auf Ihrer Seite \u00fcber diese Bemerkung gestolpert:<\/p>\n<p>\u201eZudem macht der Musiker und nicht das Cello den Klang. Ich will damit sagen, dass ein Cellist jedem Cello seinen Stempel aufdr\u00fcckt und im Endeffekt auf jedem Instrument gleich klingt. Die Unterschiede von einem Cello zum anderen sind wirklich minimal und wenn man so ein Experiment durchf\u00fchrt, so merkt man, dass ein Super-Cellist auf jedem Cello sein Klang-Ideal reproduziert, egal wie gut oder schlecht das Instrument ist.\u201c<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Bemerkung fand ich in dem Buch: Carlos Prieto \u201eAdventures of a Cello\u201c in Zusammenhang eines Vergleiches von Stradivari, Gofriller, &#8230;<\/p>\n<p>Wenn ich meine bescheidenen Kenntnisse vom genormten Aufbau des Instrumentes zusammenz\u00e4hle, w\u00fcrde Ihre Aussage Sinn machen. Unter der Annahme das ein streng klassischer Aufbau mit den richtigen Tonh\u00f6lzern den Korpus bilden, k\u00f6nnte man dies fast eine Konstante nennen, die durch die Einrichtung (Steg, Stimmstock, Saiten, &#8230;) beeinflusst werden kann. Dann kommt der Spieler und seine \u201eResponse\u201c auf das Instrument &#8230; will sagen, der Spieler lernt das Instrument kennen und seine Vorteile auszunutzen und seine Nachteile zu vermeiden.<\/p>\n<p>Im Gegensatz gibt es die klassische Gitarre mit ihren tausenden von Bauformen, die den Grundklang wesentlich beeinflussen. Bei den klassischen Gitarren gibt es CDs, auf denen kleine St\u00fccke mit verschiedenen ber\u00fchmten Gitarren vom selben Interpreten eingespielt wurden. So z.B. \u201eWhat about this, Mr. Tarrega?\u201c (Wulfin Lieske) mit Gitarren von Torres, Arias, Ramirez, Esteso, Hernandez und Fleta. Man kann sehr genau Klangunterschiede heraush\u00f6ren.<\/p>\n<p>Ich suche \u00e4hnliche Klangvergleiche f\u00fcr Celli. Da ich wahrscheinlich die falschen Filter verwendet habe, war meine Suche bisher nicht erfolgreich und eine Frage in einem Internetforum fand keine Antwort.<\/p>\n<p>Kennen Sie einen entsprechenden Klangvergleich oder, siehe Ihre Aussage oben, er\u00fcbrigt sich ein solcher Vergleich.<\/p>\n<p>Leider habe ich nicht die spielerischen F\u00e4higkeiten, noch die Beziehungen, noch das Keingeld, um selbst aktiv zu werden ;-)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Antwort:<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe bereits solche Klangvergleiche gesehen. Auf <a href=\"http:\/\/www.tomwoodscellos.com\/nicolo-gagliano-cello\/\">dieser Seite<\/a> gibt es zum Beispiel bei manchen zum Verkauf stehenden Celli ein Video dazu. Der Solist spielt aber nicht immer die genau gleichen St\u00fccke.<\/p>\n<p>Ich finde Ihre Ausf\u00fchrungen sehr gut und denke auch, dass ein Musiker ein Cello ausw\u00e4hlt, das seiner Spielweise entgegenkommt. Wie sie richtig schreiben, lernt man mit der Zeit die St\u00e4rken des jeweiligen Instruments zu nutzen und die Schw\u00e4chen zu kompensieren.<\/p>\n<p>Es gibt indes aber manchmal doch modellspezifische Unterschiede bei Celli. So gibt es bsp. das Stradivari-Modell, welches wohl die verbreitetste Bauform ist und das Montagnana-Modell, welches breitere Abmessungen hat. Ich habe mir indes sagen lassen, dass das Korpus-Volumen im Normalfall bei beiden Modellen gleich ist, weil der Erbauer die Zargenh\u00f6he entsprechend angepasst hat.<\/p>\n<p>Mittlerweile w\u00fcrde ich meinem Artikel von vor ein paar Jahren aber hinzuf\u00fcgen, dass es tats\u00e4chlich auch Instrumente gibt, die f\u00fcr Berufscellisten einfach ungeeignet sind und zwar, weil sie zu schlecht sind. Diese klingen dann wirklich schlechter &#8211; selbst in den H\u00e4nden von sehr guten Instrumentalisten. Die Ansprache ist nicht gut, der Klang zu klein etc. Solche Instrumente k\u00f6nnen sich aber f\u00fcr Sch\u00fcler eignen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab und zu stellen mir Leser eine Frage von allgemeinem Interesse. Ich publiziere sie dann mit meiner Antwort anonymisiert unter der Rubrik Q &amp; A (Question\u00a0and Answer). Z\u00f6gern Sie nicht:\u00a0Auch Sie k\u00f6nnen mir Ihre Frage stellen. 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