{"id":485,"date":"2011-10-10T00:28:44","date_gmt":"2011-10-09T22:28:44","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/?p=485"},"modified":"2013-08-30T11:54:34","modified_gmt":"2013-08-30T09:54:34","slug":"presseartikel-fantasie-fur-drei-stimmen-darmstadter-echo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/presseartikel-fantasie-fur-drei-stimmen-darmstadter-echo\/","title":{"rendered":"Presseartikel: &#8220;Fantasie f\u00fcr drei Stimmen&#8221; (Darmst\u00e4dter Echo)"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" cellspacing=\"6\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><strong>Datum:<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\">10.10.2011<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><strong>Medium:<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\">Darmst\u00e4dter Echo<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><strong>Titel:<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\"><strong>Fantasie f\u00fcr drei Stimmen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><strong>Original:<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\">Nein<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>10. Oktober 2011 \u00a0|\u00a0Von Klaus Trapp<\/p>\n<p><strong>Fantasie f\u00fcr drei Stimmen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Konzert: Findige Cellisten pr\u00e4sentieren ihre Bearbeitungen im Bensheimer Parktheater<\/strong><\/p>\n<p>BENSHEIM.\u00a0\u2028\u2028Wenn drei Cellisten gemeinsam auftreten wollen, m\u00fcssen sie besonders findig und fantasievoll sein, denn es gibt kaum Originalliteratur f\u00fcr diese Besetzung. Also bearbeitete der Cellist Mattia Zappa f\u00fcr sich und seine Kollegen Sebastian Diezig und Yo\u00ebl Cantori Gambensonaten von Bach, wobei er geschickt die in den Originalen angelegte Dreistimmigkeit nutzte. Im zweiten Konzert der Saison bei den Bensheimer Kunstfreunden stand Johann Sebastian Bachs G-Dur-Sonate BWV 1027 am Beginn, und man erlebte eine fast schon romantisierende Wiedergabe mit variabler Dynamik und deutlicher Akzentuierung der jeweils f\u00fchrenden Stimme.\u2028\u2028Eine weitere Fundgrube f\u00fcr die drei Cellisten sind Joseph Haydns urspr\u00fcnglich f\u00fcr das Baryton, ein mit der Gambe verwandtes Instrument, bestimmte Trios. Haydns D-Dur-Divertimento wurde besonders leichtfl\u00fcssig und feinsinnig vorgef\u00fchrt, wobei die Homogenit\u00e4t des Spiels beeindruckte. Mit einem Augenzwinkern spielte die Dreiergruppe als eine der Zugaben das Vorspiel zu Verdis \u201eLa Traviata\u201c \u2013 Orchestermusik, auf raffinierte Weise reduziert. Und beim letzten offiziellen Programmpunkt, dem Requiem op. 66 f\u00fcr drei Celli und Orchester von dem aus Prag stammenden Romantiker David Popper, wurde der Orchesterpart aufs Klavier \u00fcbertragen, w\u00e4hrend die Streicher in sonoren Kl\u00e4ngen und eing\u00e4ngigen Melodien schwelgten.\u2028Doch es gab auch Solistisches an diesem stilistisch vielf\u00e4ltigen Abend. Mattia Zappa und Massimiliano Mainolfi boten den Grand Tango von Astor Piazzolla in einer zugleich energischen und ausdrucksstarken Version, wobei der temperamentvolle Pianist manchmal im Eifer des Gefechts den Cellisten \u00fcbert\u00f6nte. Differenzierter gingen die beiden mit der sp\u00e4ten Cellosonate von Claude Debussy um, deren kompositorische Finessen ausgekostet wurden. Recht robust dagegen geriet das Charakterst\u00fcck \u201eMalinconia\u201c von Jean Sibelius, eine eigenartige Mischung von d\u00fcsteren Geb\u00e4rden und virtuos auftrumpfenden Passagen.\u2028Der Schweizer Cellist Sebastian Diezig steuerte eine gem\u00e4\u00dfigt moderne Kostbarkeit bei: \u201eLa Folia\u201c f\u00fcr Cello solo von dem 1962 in Palermo geborenen Giovanni Sollima. Nach barockem Muster werden \u00fcber einem st\u00e4ndig wiederholten Bassmotiv Variationen entwickelt, wobei die Tonsprache sich vom tonalen Zentrum behutsam entfernt. Der Cellist vertiefte sich technisch gewandt und mit starker Intensit\u00e4t in die einfallsreichen Verwandlungen, in raschem Wechsel streichend und zupfend \u2013 eine von den Zuh\u00f6rern im Parktheater Bensheim mit besonders kr\u00e4ftigem Beifall bedachte Leistung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Datum: 10.10.2011 Medium: Darmst\u00e4dter Echo Titel: Fantasie f\u00fcr drei Stimmen Original: Nein 10. 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