{"id":728,"date":"2013-10-07T11:29:35","date_gmt":"2013-10-07T09:29:35","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/?p=728"},"modified":"2014-07-26T20:00:49","modified_gmt":"2014-07-26T18:00:49","slug":"so-haben-cellisten-keine-probleme-mit-den-nachbaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/so-haben-cellisten-keine-probleme-mit-den-nachbaren\/","title":{"rendered":"So haben Cellisten keine Probleme mit den Nachbaren"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_729\" aria-describedby=\"caption-attachment-729\" style=\"width: 645px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hoteldaempfer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-729\" src=\"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hoteldaempfer-940x704.jpg\" alt=\"Der so genannte Hoteld\u00e4mpfer\" width=\"645\" height=\"483\" srcset=\"https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hoteldaempfer-940x704.jpg 940w, https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hoteldaempfer-scaled-416x312.jpg 416w, https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hoteldaempfer-580x435.jpg 580w, https:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hoteldaempfer-695x521.jpg 695w\" sizes=\"auto, (max-width: 645px) 100vw, 645px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-729\" class=\"wp-caption-text\">Der so genannte Hoteld\u00e4mpfer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wenn man nicht \u00fcber den Luxus eines schallisolierten \u00dcbestudios im Keller verf\u00fcgt oder die Nachbaren nicht zuf\u00e4lligerweise taub sind, so gibt es aus meiner Sicht ein paar Tricks und Strategien, mit denen man als Musiker die Nerven der Nachbaren schonen kann.<\/p>\n<h4>1. Wohnungen an &#8220;ruhiger Lage&#8221; ignorieren<\/h4>\n<p>Zwar kann man in vielen St\u00e4dten froh sein, wenn man \u00fcberhaupt eine Wohnung findet. Da ich aber \u00fcberzeugt bin, dass Wohnh\u00e4user in der N\u00e4he einer vielbefahrenen Eisenbahnstrecke oder Strasse etwas l\u00e4rmtolerantere Bewohner haben, kann man Inserate, in welchen &#8220;ruhige Lage&#8221; steht, oft schon zum Vornherein ignorieren.<\/p>\n<h4>2. Riesige Wohnbl\u00f6cke meiden<\/h4>\n<p>In 15-st\u00f6ckigen Wohnbl\u00f6cken hat man meistens einfach zu viele Nachbaren links, rechts, unten und oben, sodass fast immer jemand von denen zu Hause ist und sich am \u00dcben st\u00f6ren k\u00f6nnte. Dar\u00fcber hinaus sind solche H\u00e4user oft nicht besonders gut isoliert.<\/p>\n<p>Gut ist, wenn man im Haus entweder zu oberst oder zu unterst wohnt, weil dann wenigstens in einer Richtung keine Nachbaren gest\u00f6rt werden (je weniger Nachbaren desto besser).<\/p>\n<h4>3. Einen guten Kontakt zu den Nachbaren pflegen<\/h4>\n<p>Wenn ich eine Wohnung beziehe, dann klingele ich in den n\u00e4chsten Tagen bei den Nachbaren, und stelle mich vor. Man sollte freundlich sein und sagen, dass man Musiker ist sowie fragen, ob es in Ordnung ist, wenn man zu B\u00fcrozeiten Cello \u00fcbt. Man kann sagen, dass das zwar nicht leise ist, aber ja doch keine Trompete. Falls sich die Nachbaren gest\u00f6rt f\u00fchlen sollten, so m\u00f6chten sie sich bitte bei einem melden. Das ist wichtig, weil es unangenehm ist, wenn sie sich sofort bei der Vermietung beschweren.<\/p>\n<p>In der Folge sollte man stets ein gutes nachbarschaftliches Verh\u00e4ltnis anstreben und immer freundlich sein und &#8211; wenn man mal besonders viel und laut ge\u00fcbt hat &#8211; fragen, ob man ihre Nerven nicht allzusehr strapaziert hat. Wenn die Nachbaren einen gut leiden k\u00f6nnen, dann verzeihen sie einem eher, dass man halt &#8220;leider&#8221; Musiker ist, L\u00e4rm macht und keinen &#8220;anst\u00e4ndigen&#8221; Beruf gelernt hat.<\/p>\n<h4>4. Einen Hoteld\u00e4mpfer (siehe Bild oben) ben\u00fctzen und sehr leise \u00fcben<\/h4>\n<p>Man muss nicht immer mit dem vollen Solistenklang \u00fcben. Das ist zwar auch wichtig, aber f\u00fcr die Nachbaren kann das der Horror sein. Besonders wenn man merkt, dass die Nachbaren zu Hause sind, oder sp\u00e4tabends sowie zu Essenszeiten sollte man nur mit Hoteld\u00e4mpfer \u00fcben. Ich selber \u00fcbe sehr oft mit Hoteld\u00e4mpfer und dazu noch mit ganz wenig Bogendruck auf dem Griffbrett oder ganz leise ponticello (auf dem Steg). Bislang hat sich Gott sei Dank noch kein Nachbar beschwert, obschon ich oft bis um Mitternacht so \u00fcbe. Unter der Woche und zu B\u00fcrozeiten spiele ich auch recht oft mit richtigem &#8220;Konzertklang&#8221;.<\/p>\n<h4>5. Das geeignete Zimmer ausw\u00e4hlen<\/h4>\n<p>Ich \u00fcbe normalerweise in einem Zimmer, welches wenigstens horizontal keine Nachbaren st\u00f6ren kann, weil noch andere Zimmer sowie ein Treppenhaus zur n\u00e4chtsgelegenen Wohnung auf dem gleichen Stockwerk dazwischenliegen.<\/p>\n<h4>6. Nach M\u00f6glichkeit auch im Konzerthaus\/Theater\/in der Musikschule \u00fcben<\/h4>\n<p>Oft \u00fcbe ich vor oder nach einem Orchesterdienst noch im Theater oder in einem Stimmzimmer des KKLs. Dort kann man richtig loslegen und kann sich dann zu Hause reinen Gewissens schonen, weil man den Konzertklang bereits gepflegt hat. Da ich recht viel \u00fcbe, haben so meine Nachbaren wenigstens nicht die volle Ladung meines \u00dcbepensums.<\/p>\n<h4>7. Nicht (zu viele) <a title=\"Das kleine 1\u00d71 der effektiven Kammermusik-Probe\" href=\"http:\/\/sebastiandiezig.com\/wordpress\/das-kleine-1x1-effektiven-kammermusik-probe\/\">Kammermusikproben<\/a> zu Hause machen<\/h4>\n<p>Ein Cello ist bereits recht laut, wenn dann noch regelm\u00e4ssig ein Streichquartett zu Hause probiert und das w\u00e4hrend jeweils drei Stunden, so kann das je nach Nachbar zu viel sein.<\/p>\n<h4>8. Tolerant sein, wenn die Nachbaren feiern<\/h4>\n<p>Als ich meinen Nachbarn mal gefragt habe, ob ihn meine \u00dcberei st\u00f6re, meinte er: Nein, aber wenn er halt ab und zu Party mache, hoffe er, dass das dann auch ok sei. Nun, ich freue mich geradezu, wenn der Nachbar mal Party macht und mit seinen Freunden die Nacht zu Hause durchzecht und laut Musik h\u00f6rt. Es w\u00e4re absurd, wenn mich das st\u00f6ren w\u00fcrde, da ich bekanntlich selber genug L\u00e4rm mache.<\/p>\n<h4>9. Sich an die Regeln halten<\/h4>\n<p>Weil man nicht noch anderweitig negativ auffallen m\u00f6chte, sollte man sich als Musiker ganz besonders an die im Haus geltenden Regeln halten. Ich denke da etwa an Waschordnung, Abfallreglement aber auch an evtl. festgelegte Musizierzeiten. Wenn es da heisst von 8-12 und von 14-20 dann ist das\u00a0 schon wichtig. (Allenfalls kann man mit den Tipps in Punkt 4 Abhilfe schaffen.)<\/p>\n<h4>10. \u00dcbezimmer m\u00f6blieren und mit Teppich(en) ausstatten<\/h4>\n<p>Ein leeres oder fast leeres Zimmer hat viel zu viel Hall. Der addiert sich dann immer dazu, wenn man spielt und erh\u00f6ht den Schallpegel unn\u00f6tigerweise. Mit Teppichen und M\u00f6beln schafft man Abhilfe. Es ist auch gut f\u00fcr die Pflege des eigenen Celloklanges, wenn die Akustik &#8220;trocken&#8221; ist. Auch kann einen eine trockene Akustik in einem Konzertsaal dann nicht mehr aus dem Konzept bringen, weil man das gew\u00f6hnt ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man nicht \u00fcber den Luxus eines schallisolierten \u00dcbestudios im Keller verf\u00fcgt oder die Nachbaren nicht zuf\u00e4lligerweise taub sind, so gibt es aus meiner Sicht ein paar Tricks und Strategien, mit denen man als Musiker die Nerven der Nachbaren schonen kann. 1. 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