Live-Video: Schubert Arpeggione-Sonate

Durchaus ist das Cello-Repertoire an Meisterwerken nicht arm, und dennoch ist Schuberts Arpeggione-Sonate eine wahre Perle in der Notenbibliothek eines jeden Cellisten. Wie bei Schubert üblich hat das Werk trotz musikalisch leichten, beschwingten und gar volkstümlichen Elementen auf der einen Seite, tiefschürfendste und schönste Melodien und raffinierteste Harmonien als Kontrast.

Als eines der technisch anspruchsvollsten und heikelsten Stücke im Cello-Repertoire hat die Arpeggione-Sonate sich als Prüfstein für jeden Cellovirtuosen etabliert. Die Schwierigkeit rührt nicht zuletzt daher, dass das Werk original nicht für Cello sondern für ein Instrument namens Arpeggione komponiert wurde, welches heutzutage kaum noch im Gebrauch ist. Was auf einem Arpeggione wohl recht gut spielbar war, ist auf dem Cello eine echte Herausforderung. In der Gegenwart wird das Stück nun auf allen möglichen Instrumenten gespielt: Bratsche, Kontrabass, Flöte, Oboe und andere mehr. Aber meiner Meinung nach klingt es auf dem Cello am schönsten und ausserdem kann man nur auf dem Cello die original von Schubert vorgesehenen Tonhöhen weitestgehend respektieren, da andere Instrumente in der Regel entweder in der Höhe oder in der Tiefe begrenzt sind und dann behelfsmässige Oktavsprünge machen müssen, um das Stück spielbar zu machen.

Das Video ist eine Live-Aufnahme vom Konzert des 6.11.2016 im Rahmen der “Fêtes Musicales” in Bulle. Am Klavier spielt mein langjähriger Kammermusik-Partner Riccardo Bovino.

QA

Q & A: Kann ein Second-Hand-Cellokoffer eine gute Sache sein?

Ab und zu stellen mir Leser eine Frage von allgemeinem Interesse. Ich publiziere sie dann mit meiner Antwort anonymisiert unter der Rubrik Q & A (Question and Answer). Zögern Sie nicht: Auch Sie können mir Ihre Frage stellen.

Frage:
Ich bin schon länger auf der Suche nach einem geeigneten und gleichzeitig bezahlbaren Cellokoffer. Ich stelle mir zum Beispiel die Frage, ob es sinnvoll ist, angesichts von Preisen von häufig 100€ und mehr (in Deutschland) auf einen gebrauchten Koffer auszuweichen (oder ermüdet das meistens verwendete Material?). Wenn ja, gibt es geeignete Bezugsquellen außerhalb von persönlichen Kontakten und ebay/kleinanzeigen (bspw. einen speziellen Marktplatz für gebrauchtes Streicherzubehör?).
Ich weiß, dass Sie erst kürzlich eine Anfrage zu einem speziellen Kasten beantwortet haben. Vielleicht wären ein paar allgemeine Hinweise (vll. auch: worauf ist beim Kauf zu Achten?) auch für andere Lesen von Interesse…

Antwort:
Ihre Frage ist sehr interessant.
Ehrlicherweise muss ich vorausschicken, dass ich den Gebraucht-Cellokoffer-Markt nicht kenne. Aber ich vermute, dass man bei den Second Hand Koffern häufig mit sehr schweren, älteren Koffern konfrontiert wird.
Eine Investition in einen guten neuen Cellokoffer lohnt sich für Cellisten in der Regel immer. Es muss ja nicht unbedingt das ultraleichte Top-Modell aus Kohlefasern sein, welches nur 2.8kg wiegt. Aber einen vernünftigen Plastikkoffer wie diesen hier (wiegt 4,8kg) würde ich in Erwägung ziehen. Ich hatte das Vorgängermodell davon und es diente mir 12 Jahre lang. Danach war der Koffer nicht mehr ganz wasserdicht, weswegen ich ihn weitergab (der neue Besitzer war über die Undichte informiert). Mein aktueller Cellokoffer (ein Accord Standard) hält auch bereits über 13 Jahre, trotz intensivem, täglichem Gebrauch. Einzig die Verschluss-Schnallen musste ich auswechseln lassen. Vermutlich wird er mir noch mehrere weitere Jahre dienen. Ich finde, dass die lange Lebensdauer den hohen Preis eines guten Cellokoffers relativiert. Einen billigen, der dann nur ein paar Jahre hält, weil die Qualität schlecht ist, würde ich vermeiden.
Second Hand Angebote können Sie durchaus prüfen. Ich würde aber jeden Koffer immer persönlich in Augenschein nehmen und nebst der Qualität und dem Zustand auch auf das Gewicht und den Tragekomfort achten (die beste Art, ein Cello zu transportieren ist wie ein Rucksack auf dem Rücken – ältere und zum Teil sehr schwere Koffer bieten diese Möglichkeit oft nicht oder haben nur einen einzigen Riemen anstatt zwei, was besonders bei schweren Koffern sehr unbequem ist). Von allzu schweren Koffern (über 5kg) rate ich ab.

QA

Q & A: Ist der Brack-Cellokasten gut?

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Frage:

Ich bin ein Hobby-Cellist auf der Suche nach einem Cellokasten. Dabei bin ich auf die Schweizer Firma Brack gestoßen. Bei uns kann man nur GEWA- und BAM-Kästen anschauen. Haben Sie zufällig Ihre Erfahrungen mit Brack-Kästen?

Antwort:

Selber habe ich keinen Brack-Cellokasten. Aber die Kollegen, die einen besitzen sind damit sehr zufrieden. Es handelt sich um ein Qualitätsprodukt. Zwar ist er ein wenig schwerer als etwa der Kohlefaserkasten der Firma Accord. Aber ich würde ihn in Zukunft dennoch in die engere Auswahl nehmen, weil er das Cello offenbar besser gegen Kälte isoliert als der Accord-Kasten.
Die Kästen von Bam und Gewa kenne ich nicht gut.

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Alltag für Cellisten: “Ist das ein Maschinengewehr?”

Sie machen sich keine Vorstellung, wie oft man als Cellist folgende Situation erlebt:

Ich gehe durch die Stadt oder sitze in einem öffentlichen Verkehrsmittel und ein Kind zeigt mit dem Finger auf meinen Cellokasten und fragt seine Mutter: “Mami, was ist das?” Sehr oft hat die Mutter keine Ahnung (was ich ihr nicht allzu übel nehme, ich weiss ja auch nicht alles) und antwortet ihrem Kind: “Das ist eine Gitarre”. Nicht selten denkt sie aber auch, es sei eine “Bassgeige”. Fragt das Kind aber seinen Vater, dann ist die Antwort nicht selten: “Das ist ein Maschinengewehr”. Und der Vater freut sich dann laut lachend über seinen guten Witz. Eine häufige Variante davon ist, dass man spontan von wildfremden Herren angesprochen wird: “Haben Sie da ein Maschinengewehr drin?” Natürlich kennt jeder Cellist den James Bond Film, in dem ein Gewehr im Cellokasten transportiert wird und meiner Meinung nach ist es auch ein sehr guter Bond-Film. Aber als jemand, der sein Cello tagtäglich auf dem Rücken trägt, hört man diesen “Witz” so oft, dass es mich nicht erstaunte, als ich neulich ein von leidgeprüften Berufskollegen entworfenes T-Shirt mit folgendem Aufdruck sah: “Dies ist keine Gitarre, kein Kontrabass und kein Maschinengewehr. Nein, es ist ein Cello.”

Vielleicht spricht es sich ja mal rum, dass der Witz nicht mehr so originell ist.

Allerdings ist mir die Frage nach dem Maschinengewehr immer noch lieber als das, was ich neulich erlebt habe. Anlässlich einer Opernaufführung in einer ausrangierten Fabrik, in der das Publikum sich direkt neben dem Orchester aufhielt, kam ein älterer Herr auf mich zu. Mit dem Fingernagel seines rechten Zeigefingers hämmerte er energisch auf die Decke meines Cellos und fragte: “Was ist das?” Geschockt, dass jemand mein fragiles Cello so behandelt, reagierte ich nicht gleich und somit klopfte er erneut viermal auf mein Cello, wieder mit dem Fingernagel seines Zeigefingers und durchaus kräftig. Als ich dann endlich schaltete und ihm antwortete: “Das ist ein Cello”, gab er sich zufrieden und ging. Vermutlich hatte er gedacht, es sei ein Maschinengewehr.

Als Orchestermusiker fit bleiben

Wenn man eine Vollzeitstelle im Orchester hat, dann ist der Terminkalender automatisch mit Proben, Konzerten und oft auch Konzertreisen zugepflastert. Dazu kommt das Privatleben mit weiteren genauso wichtigen Terminen und Verpflichtungen und schlussendlich bleibt fürs individuelle Üben nur noch wenig Zeit. Ist es in so einer Situation überhaupt möglich, ein hohes Niveau zu halten? Manche würden mit nein antworten. Aber meiner Meinung nach ist es machbar. Letztendlich läuft es darauf hinaus, ob man es wirklich will oder nicht. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Eines der grössten Probleme des Streichers im Orchester ist, dass er fast immer in einer Gruppe musiziert und sich selber somit nicht wirklich hört. An die Intonation werden in diesem Kontext weniger hohe Ansprüche gestellt und kleinere Fehler in der Bogenführung werden oft von der Gruppe kompensiert. Es kann daher durchaus passieren, dass man sich nach 10 Jahren im Orchester für solistische und kammermusikalische Auftritte nicht mehr fit fühlt, weil man den Klang und die Intonation vernachlässigt hat.

Wie kann man es dennoch schaffen, auf solistischem und kammermusikalischem Niveau zu bleiben?

Jeden Tag üben
Man kann es sich nicht zu oft erlauben, nicht zu üben und zwar aus dem einfachen Grund dass man als Vollzeit-Orchestermusiker so oder so schon wenig zum üben kommt und man sich die Zeit fürs Üben täglich regelrecht zusammenkratzen muss ist. Klar gibt es ab und zu mal einen Tag, an dem man körperlich oder mental einfach zu müde ist oder schlichtweg keine Zeit findet. Solche Tage sollten aber die Ausnahme sein wenn man man Ball bleiben will.

Nicht nur Orchestermaterial üben
Obschon die Orchesterliteratur technisch sehr anspruchsvolle Stücke bereithält, sollte man doch auch eigene Projekte haben. Im Moment arbeite ich mich beispielsweise durch alle Piatti-Capricen durch und gehe erst zur nächsten weiter, wenn ich finde, dass ich mit dem Niveau zufrieden sein kann.

Eigene Konzerte geben
Ich glaube dass es sehr wichtig ist, nicht nur im Orchester zu konzertieren. Idealerweise sucht man sich auch Auftrittsmöglichkeiten als Solist und Kammermusiker. Das sind dann vielleicht nicht immer die lukrativsten Engagements aber für den Künstler im Orchestermusiker ist es sehr wichtig auch ohne die Unterstützung des ganzen Orchesters mit herausfordernden Werken vors Publikum zu treten. Für mich ist es am besten, eine Mischung zu haben: Quartett, Klaviertrio, Solorezitals, Duos (mit Klavier, Violine, Bratsche, etc.) und hin und wieder auch einen Auftritt als Solist mit Orchester. Auf diese Weise ist man gezwungen den Klang zu pflegen, die Intonation ständig zu verbessern, die eigene Technik immer auf Bestniveau zu halten und sich ein solides Nervenkostüm zu bewahren. Es sorgt auch für Abwechslung im Musikeralltag.

Keine schlechten Angewohnheiten im Orchester
Auch oder gerade bei den schweren Stellen sollte man im Orchester nicht davon ausgehen, dass die anderen dann schon geübt haben werden. Immer versuchen, der Gruppe eine Stütze zu sein. Auch bei gesanglichen Stellen sollte man auf den Klang achten. Eine verbreitete “Krankheit” ist, das schöne Legato zu vernachlässigen. In der Gruppe klingt es ok, aber beim solistischen Spielen fehlt dann etwas. Ständig sollte man nach solchen Tendenzen Ausschau halten.

Gute Terminplanung und entsprechende Prioritäten
Wer auf dem Instrument fit bleiben will, muss dies zu einer Top-Priorität im Leben machen. Es ist zugegebenermassen nicht einfach, jeden Tag genügend Zeit fürs Üben freizuschaufeln und andere Sachen sind auch wichtig. Aber wenn fit bleiben auf dem Cello ein wichtiges Ziel ist, dann muss das tägliche Üben eine sehr hohe Priorität haben.

Sich aufnehmen

Das eigene Spiel von aussen wahrzunehmen ist eine riesige Hilfe. Man hört so viele Dinge, die einem sonst entgehen.

Vor der  eigenen Haustüre kehren

Über andere zu lästern ist ein unterhaltsames Hobby. Aber letztendlich kann man wenn man bei sich selber ansetzt die grösseren Erfolge erzielen, weshalb ein Quäntchen Selbstkritik, gefolgt von einer guten Übesession mehr bringt.

Live Video: Brahms Streichquartett a-moll

Aufnahme des Konzertes vom 11.6.2016 in der International Church Luzern

Vector Quartet Lucerne – http://www.vectorq.ch
Denitza Kucera – violin I
Reiko Koi – violin II
Bernd Haag – viola
Sebastian Diezig – cello

Mit seiner melancholisch-nostalgischen Grundstimmung gehört Brahms’ zweites Streichquartett in a-moll zu meinen persönlichen Top-10-Lieblingsstücken. Die CD-Aufnahme des Sine Nomine Quartetts, welche ich besitze und auf der mein Lehrer Marc Jaermann als Cellist zu hören ist, habe ich vor und während dem Studium insgesamt bestimmt über 150x gehört. Umso grösser war die Freude, dieses schöne Werk endlich einmal nicht nur als Hörer zu erleben, sondern selber zu spielen und eine eigene Aufnahme davon zu haben.

Das Piatti Projekt: Caprice Nr. 9 von 12

Die neunte Caprice ist zwar kurz aber dafür überaus knifflig, sodass ich länger brauchte als gedacht, um sie aufnahmebereit einzuüben.

Bei dieser Caprice sollte man ganz besonders auf die musikalische Gestaltung achten weil das Stück sonst sofort und unweigerlich nach “Gratisvirtuosität” klingt. Sehr wichtig sind insbesondere die Dynamikangaben. Auf den Aufnahmen, die ich auf Youtube fand, nimmt die niemand richtig ernst. Ausserdem muss man ein gutes Spiccato benützen. Weil diese Nummer sehr belanglos klingen kann wenn der Eindruck entsteht, dass es hier nur um eine Technik-Show geht und weil man am Schluss noch eine Temposteigerung hinlegen sollte besteht zudem kein Bedarf, diese Caprice mit Überschallgeschwindigkeit zu spielen.

Presseartikel: “Des moments privilégiés aux Fêtes musicales” (La Liberté, 8.11.2016)

“La Liberté”, 08.11.2016

LISE-MARIE PILLER

Critique/Broye-Vully » Avec une nouvelle œuvre en création, il y a la fébrilité d’assister à un bout, même modeste, d’histoire musicale qui s’écrit. Non pas que l’écriture de Michel Rosset se situe dans l’avant-garde, mais l’inédit des sonorités rend le moment tout de même privilégié. C’est ce qu’ont offert dimanche après midi les Fêtes musicales de Bulle à leur public réuni à la chapelle Notre-Dame de Compassion, écrin idéal pour la musique de chambre. La disposition déjà est originale: une voix de baryton et un violoncelle (connu lui aussi pour «chanter»), des percussions (métallophone et marimba entre autres) et un piano. Entre ces deux «paires» d’instruments, le compositeur cultive des parentés sonores, crée des échos.

Il a défini son œuvre en sous-titre comme une «fantaisie»: forme légère et libre s’il en est. Pour la structurer: des poèmes du Fribourgeois Frédéric Wandelère. En préambule du concert, Michel Rosset décrit les textes qu’il a choisis et mis en forme comme «schubertiens»; mais le style musical de cette Ombre dans le vent n’est lyrique que dans certains passages. L’œuvre est surtout marquée par des rythmes très irréguliers, à la limite parfois du jazz, malgré une structure très tenue (trois parties dans chacun des quatre mouvements, un passage parlé à la fin de chaque mouvement).

Le «Wanderer» de Michel Rosset (dans le premier mouvement à l’enseigne du Pèlerin) fait des pauses, dans des moments où le temps se suspend, créant une atmosphère étrange, mystérieuse. Les quatre voix – Annick Richard (percussions), Riccardo Bovino (piano), Jean-Luc Waeber (baryton), Sebastian Diezig (violoncelle) – sont traitées de manière équivalente, loin du modèle soliste avec accompagnement. La voix se marie au violoncelle. Les instruments percussifs, y compris le piano, tirent le violoncelle vers les pizzicati. La musique sautille, jusqu’à cet Orage intérieur, plus suggéré que décrit.

L’écriture est subtile: l’inquiétude du deuxième mouvement tient dans les gammes descendantes, les frottements harmoniques, les glissandi du violoncelle, les rythmes irréguliers, mais les effets sont fins, comme des pointillés sur un tableau. Le mouvement de l’hiver a un caractère évanescent, virevoltant (les flocons de neige?), parfois fantastique. L’ambiance n’est pas à la tristesse, le marimba finit d’ailleurs sur une gamme ascendante. La tension est plutôt marquée quand les quatre voix jouent ensemble.

On retrouve dans le dernier mouvement, fidèlement à la notion du «cycle» des saisons, le caractère sautillant du début de l’œuvre, après un passage intense et lyrique entre la voix et le violoncelle. Pas de gros accord final en apothéose, juste une note au piano (qui avait ouvert l’œuvre), pour lâcher la bride, laisser la musique résonner encore en soi et donner envie d’y revenir.

Le bonheur d’écoute se poursuit en deuxième partie de concert, avec une magnifique version d’un «classique» du répertoire schubertien: la Sonate argeggione. Sebastian Diezig, avec le pianiste Riccardo Bovino, fait chanter son violoncelle de manière très viennoise, très dansante. Il joue par cœur, dansant dans la lumière et l’ombre, dans une légèreté et une inquiétude toutes romantiques. La partition est virtuose, elle pousse l’instrument à ses limites; il craque, pleure, passant par toute la gamme des émotions. C’est une musique qui sonne de manière très proche, très intime.

Et malgré la récurrence des thèmes, il y a là une manière de déjouer les attentes, de renouveler le discours, avec des modulations harmoniques, des changements de rythmes, des nouveaux thèmes, qui rendent ce «tube» absolument enthousiasmant. ELISABETH HAAS

Zusammenfassung aus Südkorea

Zusammen mit dem Seoul Flute Trio sowie meinen Orchesterkollegen Anja Röhn (Konzertmeisterin) und Alexander Besa (Solo-Bratschist) gab ich im Sommer ein Konzert in Seoul, wo ich mit dem Luzerner Sinfonieorchester auf Asien-Tournee war. Künstlerisch war es ein sehr bereicherndes Erlebnis. Es war darüberhinaus ein zeitplanerisches Meisterstücklein, die Proben-Termine und das Konzert an den Orchester-Verpflichtungen vorbeizubringen. Zum Glück waren die Mitglieder des Seoul Flute Trios eine enorme Hilfe, fuhren sie uns doch kreuz und quer durch diese Megastadt, damit wir stets zur rechten Zeit am rechten Ort waren.

Piatti kleineres Titelbild

Das Piatti-Projekt: Caprice Nr. 8 von 12

Zunächst war ich nicht so Fan von der achten Caprice, weil sie mir musikalisch weniger raffiniert als andere in diesem Heft erschien. Mit der Zeit gewöhnte ich mich aber an das Stück und habe eine Interpretation erarbeiten können, die mir das kurze Werk dennoch interessant erscheinen lässt. Die achte Caprice hat wie bis jetzt fast alle anderen die A-B-A-Form. Im ganzen Stück geht es um Triller, welche gewissermassen das thematische Material bilden. Die beiden A-Teile sind darüber hinaus voll beladen mit Akkorden, was für Intonation und Klangqualität gewisse Schwierigkeiten einstreut und das Realisieren einer guten Phrasierung erschwert. Im B-Teil geht es um Oktavdoppelgriffe.