Live-Video: Schubert Arpeggione-Sonate

Durchaus ist das Cello-Repertoire an Meisterwerken nicht arm, und dennoch ist Schuberts Arpeggione-Sonate eine wahre Perle in der Notenbibliothek eines jeden Cellisten. Wie bei Schubert üblich hat das Werk trotz musikalisch leichten, beschwingten und gar volkstümlichen Elementen auf der einen Seite, tiefschürfendste und schönste Melodien und raffinierteste Harmonien als Kontrast.

Als eines der technisch anspruchsvollsten und heikelsten Stücke im Cello-Repertoire hat die Arpeggione-Sonate sich als Prüfstein für jeden Cellovirtuosen etabliert. Die Schwierigkeit rührt nicht zuletzt daher, dass das Werk original nicht für Cello sondern für ein Instrument namens Arpeggione komponiert wurde, welches heutzutage kaum noch im Gebrauch ist. Was auf einem Arpeggione wohl recht gut spielbar war, ist auf dem Cello eine echte Herausforderung. In der Gegenwart wird das Stück nun auf allen möglichen Instrumenten gespielt: Bratsche, Kontrabass, Flöte, Oboe und andere mehr. Aber meiner Meinung nach klingt es auf dem Cello am schönsten und ausserdem kann man nur auf dem Cello die original von Schubert vorgesehenen Tonhöhen weitestgehend respektieren, da andere Instrumente in der Regel entweder in der Höhe oder in der Tiefe begrenzt sind und dann behelfsmässige Oktavsprünge machen müssen, um das Stück spielbar zu machen.

Das Video ist eine Live-Aufnahme vom Konzert des 6.11.2016 im Rahmen der “Fêtes Musicales” in Bulle. Am Klavier spielt mein langjähriger Kammermusik-Partner Riccardo Bovino.

Wo habe ich meine Noten? (Photo by Charly Rappo)

Das perfekte Cello…

In meinem Leben habe ich bereits auf zahlreichen Instrumenten spielen dürfen. Fünf habe ich selber besessen, eines wurde mir für ein Jahr zur Verfügung gestellt und viele mehr habe ich ausprobiert. Es waren Celli in allen Preisklassen (9500 – 1’000’000 SFr) wobei ich die Instrumente im sechsstelligen Preisbereich nicht gekauft hatte, sondern sie mir längerfristig zur Verfügung gestellt wurden. Das Millionencello (ein Gofriller) habe ich nur beim Verkäufer ausprobiert.

Jedes einzelne dieser Instrumente hatte seine Stärken, aber eben auch seine Schwächen. Ich bin versucht zu schreiben, dass es das perfekte Cello gar nicht gibt, habe aber natürlich nicht alle Celli dieser Welt ausprobiert.

Was wäre denn überhaupt ein perfektes Cello? Meine Wunschliste ist wie folgt:

Das Cello…

  1. hat einen schönen Klang,
  2. eine schnelle und unkomplizierte Ansprache,
  3. einen grossen Klang und/oder eine durchsetzungsfähige/obertonreiche Klangfarbe (was nicht das gleiche ist),
  4. einen bezahlbaren Preis,
  5. ist in gutem Zustand
  6. sieht schön aus
  7. stammt von einem namhaften Geigenbauer
  8. ist finanziell gesehen eine gute Investition

Bislang ist mir kein Cello untergekommen, das alles konnte.

Gewisse Eigenschaften scheinen zudem im Widerspruch zueinander zu stehen. So hat ein lautes Cello oft nicht den allerschönsten Ton. Umgekehrt haben leisere Celli oft eine sehr schöne Klangqualität. Eine andere Eigenschaft, die man sich wünscht ist ein durchsetzungsfähiger Klang. So ein Klang ist aber normalerweise obertonreich, was manche Leute als “schrill” bezeichnen würden und somit nicht als schönen Klang.

Aber gehen wir doch nun meine Wunschliste der Reihe nach durch und ich gebe meine Meinung dazu.

  1. Schöner Klang: In der Tat ist ein schöner Klang eine sehr wünschenswerte Eigenschaft. Was gefällt ist wie bei allem Geschmacksache und individuell verschieden. Aber ich denke, dass die meisten Musiker einen warmen, weichen, runden und komplexen Klang schätzen. Auf der andere Seite ist ein solcher Klang meistens nicht sehr durchsetzungsfähig und trägt eher schlechter als ein heller Klang. Zudem macht der Musiker und nicht das Cello den Klang. Ich will damit sagen, dass ein Cellist jedem Cello seinen Stempel aufdrückt und im Endeffekt auf jedem Instrument gleich klingt. Die Unterschiede von einem Cello zum anderen sind wirklich minimal und wenn man so ein Experiment durchführt, so merkt man, dass ein Super-Cellist auf jedem Cello sein Klang-Ideal reproduziert, egal wie gut oder schlecht das Instrument ist. Es gibt indes aber Instrumente, die einem mehr entgegen kommen als andere und solche, auf denen man härter arbeiten muss, um seine Vorstellung zu verwirklichen. Und natürlich sind erstere zu bevorzugen. Schliesslich gibt es auch ein paar schlichtweg fürchterliche Celli, die man gar nicht spielen will. Aber selbst darauf würde ein guter Cellist in der Not erstaunlich schön spielen.
  2. eine unkomplizierte Ansprache: Für mich ist das eine der wenigen objektiv feststellbaren Eigenschaften. Es gibt Instrumente die beim Streichen mehr Nebengeräusche erzeugen als andere. Eine gute Ansprache ist etwas, worauf ich immer Wert lege, weil man einfach weniger Stress hat, wenn ein Ton zuverlässig frei von Nebengeräuschen erzeugt werden kann. Manchmal spielt hier auch der Bogen ein Rolle, nämlich wenn man neue Haare hat, welche noch nicht gleichmässig und richtig einkolofoniert sind, dann pfeift es mehr als üblich. Aber in der Regel ist das Cello der Hauptfaktor.
  3. einen grossen oder durchsetzungsfähigen Klang: Ich brauchte lange, bis ich realisierte, dass es nicht unbedingt das selbe ist. Natürlich wird ein Cello, das richtig laut ist, sich immer durchsetzen können und das ist auch eine tolle Eigenschaft, welche ein Cello haben kann! Aber wenn ein Cello auf dem Dezibel-Messgerät gemessen etwas leiser ist, so kann es sich vielleicht mit einem helleren, obertonreichen Klang retten, welcher im Saal gut trägt. Das ist dann vielleicht nicht immer der allerschönste Celloklang, aber manchmal geht es nur darum, dass man das Cello überhaupt hört. Nicht umsonst spielen viele Solisten mit einem belgischen Steg, welcher mehr Obertöne erzeugt und auch nicht umsonst spielt man wenn man laut sein muss nahe am Steg, wo mehr Obertöne erzeugt werden.
  4. Bezahlbarer Preis: Die Budgets sind von Person zu Person verschieden aber es gibt Celli, die nur noch Multimillionäre bezahlen können. Ich würde nie Schulden machen, um ein Cello zu kaufen. Man sollte einfach so lange suchen, bis man ein bezahlbares Cello findet, das einem gefällt. Warum: Es kann durchaus passieren, dass man nach ein paar Jahren ein Cello wieder verkaufen will. Wenn es dann einen exorbitant hohen Preis hat, so ist der Kreis potenzieller Käufer kleiner und es ist schwieriger abzustossen wohingegen ein bezahlbares und gutes Cello einfacher verkauft werden kann. Und zweitens kann man sich fragen, ob man diese hohen Preise tatsächlich unterstützen will. Es ist schon fragwürdig, dass die Preise immer weiter steigen weil sich Musiker in Schulden stürzen, welche sie dann über Jahrzehnte abstottern. Vielleicht steigen die Preise für namhafte Geigenbauer tatsächlich immer weiter aber man muss wissen, dass es auch Instrumente gibt, die bezahlbar sind und trotzdem exzellent sind.
  5. Der Zustand eines Instrumentes sollte gut sein. Natürlich kann man Stimmrisse sehr gut flicken aber so ein Cello ist immer schwieriger zu verkaufen, weil jeder Interessent (wahrscheinlich zu Recht) skeptisch ist. Auf der anderen Seite kann kein altes Cello mit dem Zustand eines neuen Instrumentes konkurrieren weil jedes ältere Exemplar hier und da ein paar Risse hat. Die Frage ist aber wo (nicht überall ist ein Riss gleich schlimm) und wie viele.
  6. Sieht schön aus: Ein optisch schönes Cello mit spektakulärem Holz und fantastischem Lack sowie schönen Formen usw. ist natürlich immer eine Freude. Aber in erster Linie muss es als Musikinstrument gut funktionieren (Klang, Ansprache, Zustand). Wenn es dann auch noch toll aussieht – umso besser.
  7. Namhafter Geigenbauer: Wer möchte nicht ein Cello von Stradivari, Gofriller, Montagnana, Vuillaume usw.? Leider rangieren diese Instrumente preislich zwischen extrem teuer bis unbezahlbar. Und auch wenn der Wert solcher Instrumente in Zukunft noch weiter steigt: Es gibt auch günstigere Instrumente, welche toll klingen und noch wichtiger: Es gibt bei den berühmten und extrem teuren Instrumenten auch solche, die nicht so toll sind. Der Wert dieser teuren Instrumente wird in erster Linie durch Angebot und Nachfrage bestimmt wobei nicht nur Musiker sondern auch Spekulanten mit viel Geld die Preise nach oben beeinflussen. Auf der anderen Seite sind diese Instrumente vor allem geschätzt, weil sie durch ihre schöne Bauweise Meilensteine im Geigenbau sind. Ob sie gut klingen und funktionieren muss man dann trotzdem im Einzelfall eruieren und es spielt bei der Preisansetzung eine sehr untergeordnete Rolle.
  8. Gute Investition: Ideal wäre es natürlich, wenn man ein Cello kauft und es zum Zeitpunkt der Pensionierung ein Mehrfaches wert ist. Aber irgendwo finde ich diese Entwicklung auch ein wenig ungesund. Aber natürlich ist sie unvermeidbar, weil ein paar sehr berühmte Geigenbauer (Stradivari und Co.) finanziell völlig ausser Reichweite sogar der bekanntesten Solisten gelangen und dadurch andere, etwas weniger bekannte Top-Geigenbauer entdeckt werden, welche dann auch wieder eines Tages sehr teuer werden. Wie schon gesagt finde ich, dass man einfach ein sehr gutes Instrument finden sollte, das man ohne Schulden bezahlen kann und von dem man denkt, dass man es eines Tages ohne Verlust verkaufen kann (der Kaufpreis also fair ist).

 

Sebastian Diezig  und Heiner Reich im KKL

Interview im Magazin des Luzerner Sinfonieorchesters 1/15

Interview LSO-Magazin Heiner und Sebastian

Pult an Pult: Heiner Reich und Sebastian Diezig

Heiner Reich, Solo-Cellist, und Sebastian Diezig, stellvertretender Solo-Cellist des LSO, teilen nicht nur das Pult, sondern auch wetterbedingte Sorgen um ihre Instrumente. | DIANA LEHNERT

Heiner und Sebastian, ihr habt beide eure erste feste Stelle als Cellist im Orchester, war das schon immer das Ziel eurer Musiker-Laufbahn?

Heiner Reich (HR): Als ich mit 14 Jahren beschloss, Cello zu studieren, hatte ich kurze Zeit den Traumberuf Solist im Kopf, habe aber dann schon vor dem Studium gemerkt, dass es nichts für mich ist und bin auch heute noch froh darüber. Sobald ich angefangen hatte zu studieren, war für mich klar, dass ich ins Orchester möchte.

Sebastian Diezig (SD): Ich wollte eigentlich immer ins Orchester. Es gab eine Phase, als ich Wettbewerbe gewann, wo ich kurz über den Solistenberuf nachdachte, dazu kam, dass ich einen tollen Lehrer hatte, Thomas Demenga, der seinerseits als Solist tätig ist. Ich denke, das Ideale ist eine Kombination: Man spielt im Orchester, macht Kammermusik und spielt ab und zu als Solist. Das befruchtet sich gegenseitig.

HR: Und man bleibt fit dabei und übt regelmässig. Man hört sich selbst im Orchester auch nicht so gut, von daher ist es wichtig, zuhause immer wieder zu „putzen“ und viel Kammermusik zu machen.

SD: Man spielt die Stimme im Orchester ja oft zu acht und das klingt immer schön (lacht).

Wie kamt ihr zum Cello?

HR: Ich bin in einer Musikerfamilie aufgewachsen und mein grosser Bruder hat Cello gespielt. Ich fand das so toll und wollte ihn einfach nachahmen.

SD: Mein Onkel hat Cello gespielt und die tiefen Töne haben mir gefallen. Wahrscheinlich haben die Eltern auch ein bisschen nachgeholfen, denn meine Mutter hatte sich gewünscht, dass jemand Cello in der Familie spielt. Ich möchte aber auch nichts anderes spielen.

Wie findet man das Cello, das zu einem passt?

SD: Es gibt viele Cellisten auf der Welt, aber relativ wenig gute Instrumente. Ich habe viele Celli in meinem Leben gehabt, aber man sucht immer weiter. Und wenn man dann eine Zeitlang ein Instrument hat, kommt plötzlich der Moment, wo einen bestimmte Dinge am Instrument stören. Momentan spiele ich ein anonymes Cello.

HR: Ich hatte lange Zeit ein Instrument aus einer Stiftung, ein altes italienisches Grancino-Cello, aber es war klar, dass ich das irgendwann wieder abgeben musste. Da ich zu der Zeit nicht besonders viel Geld hatte, bin ich gezielt auf die Suche nach einem neuen Instrument gegangen und hab auch ein sehr gutes gefunden, ein Schweizer Cello, ein Maechler. Es ist natürlich für einen Streicher trotzdem toll, ein altes Instrument zu haben und ich bin auch sicher, das wird nicht mein letztes sein.

Gibt es denn das Traum-Instrument?

SD: Das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner!

HD: Mein Lehrer spielt ein Vuillaume, ein altes französisches Cello, das würde ich sofort nehmen! Ein gutes muss aber auch zum Spieler passen.

Die Instrumente reagieren ja oft sehr auf Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit. Winter ist wohl nicht eure liebste Jahreszeit?

HR: Mein Cello reagiert in diesem Winter extrem. Ich bin jede Woche beim Geigenbauer, weil sich wieder irgendetwas verändert hat. Die modernen Celli sind meist anfälliger, weil das Holz noch mehr arbeitet. Im Sommer macht‘s mehr Spass, vor allem, wenn‘s dann noch regnet!

SD: Die Trockenheit ist schon ein Problem. Ich habe immer den Luftbefeuchter im Übezimmer und schaue, dass mindestens 45% Luftfeuchtigkeit im Raum sind. Ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wenn ich dann ankomme, warte ich meist fünf Minuten bis ich das Cello auspacke, damit es nicht so einen Temperaturschock gibt.

Gibt es ein Ritual vor jedem Auftritt?

SD: Ich kontrolliere immer, dass die Wirbel fest sitzen. Bei mir hatte sich während eines Konzertes mal ein Wirbel gelöst und ich habe erst relativ spät bemerkt, dass ich derjenige war, der plötzlich falsch spielte!

HR: Ich versuche, dass ich mich noch eine Viertelstunde auf der Bühne einspielen kann und gehe kurz vor dem Konzert nochmal an die frische Luft, um Ruhe zu haben und „herunterzukommen“.

Eine letzte Frage: Welche Musik hört ihr privat oder würdet ihr…

HR: …auf den Mars mitnehmen? Also, ich höre Klassik nicht einfach nur so, nur mit einem Ziel. Oft möchte ich gar nichts hören, sondern einfach meine Ruhe haben.

SD: Die klassische Musik taugt nicht als Hintergrundmusik, ich kann dann der Unterhaltung nicht mehr folgen. Durch meine Frau, die aus Südamerika stammt, bin ich auf den Geschmack von Salsa und Co. gekommen. Ab und zu Musik aus den 80ern…aber auf die Insel…wenn’s ein Cello-Stück sein müsste, würde ich die Bach-Cellosuiten mitnehmen, sonst vielleicht die Matthäus-Passion…

HD: …ich würde auf jeden Fall keinen Scelsi mitnehmen (lacht/Anm.: das Orchester probte zu der Zeit ein Stück von Scelsi). Lieber das Cello und jemand anderen zum Spielen.


 

Artikeldetails:
Datum: März 2015
Medium: Magazin des Luzerner Sinfonieorchesters
Titel: Pult an Pult
Original: Ja:
Interview LSO-Magazin Heiner und Sebastian

Neu: Werben auf SebastianDiezig.com

im vergangenen Jahr hatte SebastianDiezig.com 20'577 Besucher. Das sind 56 pro Tag. Die meisten davon sind Musiker (Hobby und Profi) und natürlich überdurchschnittlich viele Cellisten.

Im vergangenen Jahr hatte SebastianDiezig.com 20’577 Besucher. Das sind 56 pro Tag. Die meisten davon sind Musiker (Hobby und Profi) und natürlich überdurchschnittlich viele Cellisten.

Mit 20’577 Besuchern alleine im Jahr 2015 und steigender Tendenz hat sich SebastianDiezig.com zu einer vielbesuchten Seite zu den Themen Cello, Klassik und Streichinstrumente gemausert. Unterthemen wie Orchester, Kammermusik, Cello üben, Technik, Live-Videos, Konzertaufnahmen, Konzertvorschauen u.v.m. locken vor allem Berufsmusiker, Musikstudenten, Amateur-Musiker und Musikliebhaber an.

Da dieses hochspezialisierte Publikum für die Industrie rund um diese Themenbereiche interessant ist, habe ich beschlossen, die Seite für Werbetreibende dieser Bereiche zu öffnen. Der Werbeplatz ist verhältnismässig günstig (siehe unten). Interessenten wenden sich bitte an mich. Mir ist wichtig, dass die Seite nicht mit Werbung überfüllt wird. Es wird deswegen vorläufig nur eine Anzeige auf einmal auf der Seite sein können. Möglicherweise kann es daher vorkommen, dass der Werbeplatz bereits ausgebucht ist und Sie warten müssen, bis er wieder frei wird. Dies ist im Interesse der Leser, damit die Seite auch in Zukunft lesbar bleibt und viele Besucher hat. Es ist aber auch für Sie als Werbetreibende(n) interessant, weil so Ihre Anzeige alleine und ohne Konkurrenz angezeigt wird.

Im folgenden die Bedingungen für Werbung auf SebastianDiezig.com:

1. Wo wird Ihre Werbung angezeigt?
– In der Spalte am rechten Seitenrand an oberster Stelle (vor “Nächstes” Konzert”)
– auf allen Seiten von SebastianDiezig.com (insgesamt 212 Seiten/Posts)
2. Was passiert, wenn jemand draufklickt?
– Die Person wird zu einer von Ihnen gewählten www-Adresse weitergeleitet (bitte mir diesen Link bekanntgeben).
3. Wieviele Leute werden die Werbung sehen und was für ein Publikum hat “SebastianDiezig.com”?
– Durchschnittlich hat SebastianDiezig.com 56 Besucher pro Tag (Stand Ende 2015)
– Durchschnittlich werden pro Tag 95 Seiten aufgerufen (Stand Ende 2015)
– Die Besucher von SebastianDiezig.com sind vor allem Amateurmusiker, Berufsmusiker (insbesondere Cellisten und Streicher) sowie Konzertbesucher und Klassikbegeisterte
4. Welche Art von Werbung hat gute Erfolgschancen auf SebastianDiezig.com?
Zum Publikum dieser Seite passt z. B. Werbung für: Klassik-Festivals, Meisterkurse, Geigenbau-Ateliers, Instrumentenauktionen, Instrumentenzubehör, Musikhochschulen, CD-Releases, und viele andere erdenkliche Themen.
5. Sebastian Diezig behält sich vor, Werbeanfragen abzulehnen, wenn Sie…
– nicht zu den Themenbereichen und Lesern der Seite passen
– fragwürdige Angebote bewerben
6. Wie gross muss die Bilddatei sein und welche sonstigen Anforderungen gibt es an die Bilddatei?
– Senden Sie mir eine Bilddatei (.jpg oder .png oder .gif) welche 190 Pixel breit ist und maximal 540 Pixel hoch ist und Ihre Werbung zeigt.
– Die Gestaltung muss sich vom Layout der Seite abheben.
7. Wieviel kostet dieser Werbeplatz?
– 1 Monat: 39 SFr
– 2 Monate: 69 SFr
– 3 Monate:  89 SFr
8. Wünschen Sie, dass ich die Werbung für Sie gestalte?
– Für zusätzliche 39 SFr gestalte ich die Werbung für Sie gemäss Ihren Vorstellungen (Slogan, Foto etc.) und anhand vorhandenem Basismaterial (Ihre Webseite)
9. Wie läuft die Bezahlung ab?
Schreiben Sie mir, welche Werbedauer Sie wünschen (1-3 Monate) und ob Sie die Werbung selber gestalten möchten oder dies von mir erledigt haben möchten. Ich sende Ihnen dann eine Rechnung per E-Mail. Sobald die Rechnung bezahlt ist, schalte ich die Werbung online.

 

 

Tipps für die Cellosuche

Was macht ein gutes Cello aus? Tipps für die Cellosuche.

Grundsätzlich findet man ein gutes Cello nicht von heute auf morgen. Dies ist so, weil absolut jeder Cellist der Welt ein gutes Cello sucht und die wirklich exzellenten Celli rar sind. Normalerweise muss man deswegen lange suchen und sehr viele Instrumente ausprobieren. Es lohnt sich auch, ein interessantes Cello erfahrenen Kollegen zu zeigen und diese darauf spielen zu lassen. So kannst du ein interessantes Cello mit deren Instrumente vergleichen, was vor allem dann sinnvoll ist, wenn sie selber sehr gute Celli haben.

Einfache Ansprache

Ein gutes Cello hat eine schnelle und einfache Ansprache. Das bedeutet, dass beim Kontakt zwischen Bogenhaaren und Saite der gewünschte Ton sofort und ohne Nebengeräusche erklingt. Bei einer schlechten Ansprache entstehen Pfeiftöne, welche immer lästig sind und schönes Cellospielen ungemein erschweren. Für mich ist ein gutes Stück für Ansprachetests das Präludium der ersten Bach-Suite (G-Dur), weil es sehr viele Bogenwechsel und Saitenwechsel verlangt. Ich binde jeweils die ersten 3 Noten der Figur und spiele die folgenden dann hin und her. Ein gutes Cello “schafft” dieses Stück mit wenigen oder keinen unerwünschten Nebengeräuschen und Anspracheproblemen, bei einem weniger guten “pfeift” es oft.

Schöner Klang (auch auf den leeren Saiten)

Der Klang des Cellos muss gefallen. Wirklich gute Instrumente klingen schon beim Stimmen gut, weil sie erstens gut ansprechen und zweitens auch ohne Vibrato oder Tricks in der Bogenführung einen schönen Ton abgeben. Die Geschmäcker beim Klang sind verschieden, aber zu obertonreiche Cello können einem relativ bald verleiden und sind klanglich oft zu inflexibel. Eine gewisse Tiefe sollte in jedem Ton vorhanden sein.

Laut genug

Als Cellist muss man oft ein bisschen kämpfen, um gehört zu werden. Hat man aber noch ein speziell leises Instrument, so ist es doppelt schwierig. Daher ist es wichtig, ein Cello zu haben, welches auch laut ist. Hingegen ist es schade, wenn der laute Klang nicht auch schön ist (beides ist wichtig!).

Guter Zustand

Findet man ein Cello, welches super klingt, so sollte man es mehreren Geigenbauern zeigen und auch selber gründlich untersuchen. Normalerweise sollte man bei Stimmrissen (Rissen in der Decke und/oder dem Boden über dem Stimmstock ) sowie Bassbalkenrissen (Rissen in der Decke neben dem Bassbalken) stutzig werden und sich sehr genau überlegen, ob man so ein Cello wirklich kaufen will (ich rate ab). Auch sonst sollte ein Cello nicht zu viele Risse haben. So oder so müssen das mehrere Geigenbauer unabhängig voneinander anschauen. Auch sollte die Wölbung der Decke und des Bodens möglichst normal sein. Eine eingedrückte Decke (sieht man am besten bei den F-Löchern) ist einschlechtes Zeichen. Ausserdem sollte das Cello in allen Bestandteilen zusammengehörig sein. In jedem Fall haben Risse und sonstige Probleme einen wertvermindernden Einfluss. Auch das können unabhängige Geigenbauer am besten abschätzen.

Echtheit

Bei alten Instrumenten weiss man oft nicht, wer der Erbauer war. Das muss im Kaufpreis reflektiert sein. Die Etikette innen im Instrument ist übrigens kein Beweis für die Echtheit eines Cellos, weil sie sehr einfach gefälscht werden kann. Es gibt Experten in London, Paris, Basel, Zürich usw., welche ein Cello begutachten können und dann abschätzen können, was ein fairer Preis ist. Wenn ein Cello anonym ist, kann es trotzdem interessant sein, sofern der Preis entsprechend angepasst wurde.

Preis passt ins eigene Budget

Zwar kann ein Cello für eine Million fantastisch klingen (oder auch nicht, kein Scherz), aber letztendlich muss man es bezahlen können. Bereits mehrere hunderttausend Franken sind für Musiker Beträge, an denen man dann je nachdem jahrzehntelang kauen muss. Solche Schulden halte ich nicht für empfehlenswert. Man sollte sich ein realistisches Budget zurechtlegen und es dann halten wie im Militär: SBG – Suchen bis gefunden! Auch wenn es Jahre dauert. Man wird es nicht bereuen, wenn man dann endlich fündig geworden ist. Vor dem Kauf sollte man ein Cello so oder so möglichst lange ausprobieren und sich nicht zum Kauf drängen lassen denn kaufen ist viel schneller gemacht als verkaufen, wenn dir das Cello eines Tages nicht mehr zusagt.